A  M  O  V  I  S  T  A

...für Macher aus der Wirtschaft

 

 

In der heutigen Wissens-, Handels- und Produktionswelt ist das wertvollste Gut neben einem ordentlichen Kapitalstock ein gut sortiertes Netzwerk zu Multiplikatoren, Meinungsbildnern, Entscheidern in Wirtschaft und Politik. Multiplikationslösungen über Suchmaschinen im Internet, Print- und sonstige Medien sind natürlich gängig und für jederman erreichbar. Es hat aber sicherlich einen plausiblen Grund, warum Meinungsbildung über Verbände, Lobby und Politik angebahnt und kreiert wird. 

AMOVISTA eröffnet hier Zugänge. 

AMOVISTA kennt die Top-Entscheider. Vom Abgeordneten in Berlin oder Brüssel über den Verbandsvorstand bis hin zum Industrie-CEO. Vom Zeitungsverleger über den Top-Juristen bis hin zum Bankvorstand. Nichts ist heute im globalisierten und medial vernetzten Markt wichtiger, als Meinungsbildner und Entscheider aus der ersten Reihe zu kennen. Die Digitalisierung der Märkte, voran die Blockchain-Technologie, wird in den kommenden Jahren insbesondere den Arbeitsmarkt spektakulär verändern, komplett neue Berufsfelder schaffen, viele tradionelle Wertschöpfungsgrundlagen obsolet machen, die Produktions- und Handelswege werden sich quasi neu aufstellen. In Zeiten solch elementarer Umbrüche durch Automatisierungsvorgänge und die Einflußnahme künstlicher Intelligenz sind stabile und vertrauensvolle Kontakte zu Meinungsbildnern aus Fleisch und Blut von viel zentralerer Bedeutung, als dies beispielsweise noch vor 10 oder 20 Jahren der Fall war. 

AMOVISTA kennt mehrere hundert Macher, durchweg gestandene Persönlichkeiten mit tragfähigem Urteilsvermögen und vorzeigbarer Leistungsbilanz. Unser Netzwerk ist in Jahrzehnten eigener Unternehmerschaft entstanden. Heute produzieren wir selbst nichts mehr. Wir handeln keine Waren mehr und wir sind auch sonst nicht mehr im Markt vertreten. AMOVISTA steht für Multiplikationslösungen ausgewählten Interessenten mit tragfähigen Projekten zur Verfügung. 

Machen Sie etwas! Vielleicht machen wir mit!


Joachim Maurice Mielert

Postfach 1501, 25735 Heide

Telefon +49 (0) 481 - 149 22 99-0

AMOVISTA Berlin Tel.: +49 (0)30 - 397 72 83-0

AMOVISTA Tampa Tel.: +1 (760) 563 56 48

info@amovista.com


 In today's world of knowledge, trade and production, the most valuable commodity besides a decent capital stock is a well-stocked network of multipliers, opinion leaders, decision-makers in business and politics. Multiplication solutions via search engines on the Internet, print and other media are of course common and accessible to everyone. But it certainly has a plausible reason why opinion-forming about associations, lobby and politics is initiated and created.

AMOVISTA opens here accesses.

AMOVISTA knows the top decision-makers. From deputies in Berlin or Brussels to the board of directors to the industrial CEO. From the newspaper publisher to the top lawyers to the bank management. Nothing is more important today in the globalized and medially networked market than knowing opinion leaders and decision-makers from the front row. The digitization of the markets, especially the Blockchain technology, will in the coming years in particular spectacularly change the job market, create completely new occupational fields, make many tradional value creation foundations obsolete, the production and trade routes will re-establish themselves. In times of such radical changes through automation processes and the influence of artificial intelligence, stable and trusting contacts with flesh-and-blood opinion-makers are of much more central importance than was the case, for example, 10 or 20 years ago.

AMOVISTA knows several hundred creators, consistently distinguished personalities with sound judgment and presentable current account. Our network has developed over decades of own entrepreneurship. Today we do not produce anything ourselves. We trade no more goods and we are no longer represented in the market otherwise. AMOVISTA is available for multiplication solutions to selected interested parties with viable projects.

Do something! Maybe we will join!


 



Heute, im Jahre 2020, hat sich an den 2013-er Analysen und daraus resultierenden Forderungen an die Politik nichts verändert. Im Gegenteil: tragischerweise ist das eingetreten, was im Jahre 2013 bereits als damals bestehendes Defizit gesellschaftliche Fortentwicklung behinderte.

Nachstehend der Wortlaut der im Juni 2013 veröffentlichten WOLFSBURGER ERKLÄRUNG zu aktuellen Zukunftsfragen. 7 Jahre später kann hat dieses Papier immer noch und in allen Absätzen Aktualität:


Auf dem jährlichen Zukunftskongress des '2b AHEAD ThinkTanks' haben sich die Technologie- und Innovationsstrategen Deutschlands erstmals in die aktuelle Politik eingemischt. 


Sie haben die wichtigsten Zukunftsfragen für unser Land diskutiert und Forderungen für die kommende Legislaturperiode aufgestellt. 


Das Ergebnis ist die „Wolfsburger Erklärung des 2b AHEAD ThinkTanks“ [1], die als offener Brief an die Spitzenkandidaten von CDU/CSU, FDP, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke und der Piratenpartei versendet worden ist.


Zu den Unterzeichnern der Erklärung zählen neben zahlreichen Managern, Innovationschefs, Investoren, Unternehmensinhabern, Gründern und Forschern auch Bundesverdienstkreuzträger Harald Meurer und der frühere ARD-Moderator und bekannte Wissenschaftsjournalist Jean Pütz.


Der Trendforscher und Initiator der Wolfsburger Erklärung, Sven Gábor Jánszky, steht Ihnen dann für Interviews zur Verfügung. 



Wolfsburger Erklärung des 2b AHEAD ThinkTanks


Die nachfolgende Erklärung wurde von den Teilnehmern des 12. Zukunftskongresses des '2b AHEAD ThinkTanks' am 18./19. Juni 2013 in Wolfsburg erarbeitet.

Sie wurde als Offener Brief an die Spitzenkandidaten der Bundestagsparteien geschickt und fordert die Beschäftigung der Bundespolitik mit den Zukunftsfragen von Technologie und Gesellschaft.


An die wahlkämpfenden Parteien in Deutschland!


Wir Zukunftsforscher, Technologieentwickler, Innovationsverantwortliche und Strategie-Entscheider der in Deutschland verwurzelten und international tätigen Wirtschaft bringen unsere Sorge um die Zukunftsfähigkeit der deutschen Politik und Gesellschaft zum Ausdruck. Wir haben anlässlich der bevorstehenden Bundestagswahl die zentralen Aussagen der Parteien analysiert. 


Das Ergebnis: Die deutsche Politik, sowohl in Regierung als auch Opposition, gibt keine oder ungenügende Antworten auf zentrale Zukunftsfragen unserer Gesellschaft. Wir sehen voraus, dass die Bundesrepublik Deutschland im Ranking der Nationen im Bezug auf Digitalisierung, Bildung und Investments in Schlüßeltechnologien in den kommenden zehn Jahren signifikant zurückfallen wird.


Bereits seit mehreren Jahren beobachten wir, dass die politische und gesellschaftliche Diskussion in Deutschland weder mit der technologischen Entwicklung noch mit dem Adaptionsgrad der Technologie in breiten Schichten der Bevölkerung mithält. Zaghafte Versuche der Bundespolitik, wie die Einrichtung der "Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft", generieren Aussagen in allzu flacher Analysetiefe oder verhallen weitgehend wirkungslos im politischen Raum.


Wir appellieren an die politisch Verantwortlichen, neben der Sicherung erreichter Prosperität die drängenden Gestaltungsaufgaben für die Zukunft tatsächlich ins Auge zu fassen und damit ihre Verantwortung für unser Land ernsthaft anzunehmen. Die bevorstehende Bundestagswahl gibt den politischen Kräften in Deutschland eine wertvolle Möglichkeit, Vorgaben für einen Dialog zu den größten Herausforderungen der kommenden Jahre zu liefern. Wir bitten Sie dringend, diese Gelegenheit zu nutzen und mit der deutschen Bevölkerung eine aufgeklärte Debatte über Chancen und Risiken der bevorstehenden Entwicklungen zu führen. Wir, die zum 12. Zukunftskongress des 2b AHEAD ThinkTank versammelten Zukunftsexperten, Technologiechefs, Innovationsköpfe und Strategie-Entscheider der deutschen Wirtschaft sind bereit, unseren Beitrag in dieser gesellschaftlichen Diskussion zu leisten.


Selbstverständlich ist uns bewusst, dass wir mit unserem Katalog vor allem jene Felder abdecken, in denen wir selbst eine gewisse Expertenschaft haben - weshalb andere Zukunftsfelder, wie etwa jenes der Energiewende oder der internationalen Politik, höchstens gestreift werden. Allerdings mahnen wir mit allem Nachdruck eine Antwort der deutschen Politik zu den folgenden vernachlässigten oder ungelösten Herausforderungen der technologischen, demografischen und globalen Entwicklung an:



1. Technologie & Ethik

Die Technologieentwicklung im Bereich der Digitalisierung und 'Big Data/Smarte Prognostik' führt in Kürze zu elektronischen Geräten, die sich autonom selbst steuern und wesentlichen Entscheidungen ohne Zutun von Menschen treffen können und werden. Die Entwicklungen im Bereich der Smarten Prognostik führen dahin, dass digitale Geräte auf Basis von Datenanalyse "bessere" Entscheidungen treffen als Menschen. Entsprechend werden die Menschen schrittweise mehr Vertrauen in die Antworten der Geräte haben als in die Antworten anderer Menschen. Wir fordern, dass die Einführung dieser intelligenten, autonom arbeitenden Geräte als positiver Innovationsbeitrag zugelassen und gefördert wird.


Das Recht jedes Menschen auf informationelle Selbstbestimmung ist in jedem Fall zu sichern und ein-fach durchsetzbar zu gestalten.

Gleichzeitig und unbedingt fordern wir einen "Ethik-TÜV" für diese Geräte. Dies ist möglich, indem Technologiehersteller verpflichtet werden, die Entscheidungsparameter nicht nur an Prognostik auszurichten, sondern zugleich einen Veto-Mechanismus zu integrieren, der autonome Entscheidungen der Geräte nur freigibt, wenn sie einem hinterlegten Werte-System entsprechen. Dieses Veto-Modul muss physisch entkoppelt sein und darf nicht gehackt werden können!


Technologie wird in den kommenden Jahren durch verschiedenartige Devices (digitale Brillen, digitale Kontaktlinsen, implantierte Hörgeräte und Schrittmacher, künstliche Gelenke und Prothesen, künstliche hergestellte Organe, Sehnen und Muskeln) immer dichter an den menschlichen Körper heran oder gar hinein wachsen. Wir fordern eine gesellschaftliche Debatte unter Einbeziehung aller Generationen über die ethischen Grenzen dieser Technologien.

Viele in der öffentlichen Debatte oft genutzten Wertekategorien wie "Normalität", "Natürlichkeit" und "Tradition" sind ausschließlich persönliche Interpretationen und nicht geeignet, einen tragfähigen, gesellschaftlichen Konsens herzustellen. Wir fordern die ethische Bewertung der neuen Technologien entlang der Kriterien "Nutzen", "Schaden" und "Aufklärung", also unter der Voraussetzung der Informiertheit der Bevölkerung aus unabhängigen Quellen.

Die Technologieentwicklung wird sich in den kommenden Jahren über die aktuelle Analyse von persönlichen Daten hinaus entwickeln. Geräte werden zunächst menschliche Emotionen erkennen, auswerten und verarbeiten können. Später werden Geräte auch menschliche Gedanken erkennen, auswerten und verarbeiten. Fortgeschrittene Prototypen existieren bereits. Es ist sehr wahrscheinlich, dass technologisch auch der entgegengesetzte Weg, also die direkte Steuerung des Menschen durch das Projizieren von Informationen ins Gehirn möglich ist. Wir fordern, diese Technologie zu verbieten, bevor sie erstmals eingesetzt werden kann.


Wissenschaft und Technologieentwicklung brauchen einen Rahmen, der nicht nur die entstandenen Technologien im Nachhinein bewertet, sondern der proaktiv die prognostizierbaren Technologieentwicklungen an unseren ethischen und moralischen Rahmen misst. Wir fordern, dass der Nationale Ethikrat entsprechend dieser gesellschaftlichen Debatte auch mit Experten aus der Technologieentwicklung bestückt wird und seine Debatten verstärkt in die Öffentlichkeit trägt.

Da nationale Vorstellungen sehr begrenzten Einfluss auf die globale Technologieentwicklung haben, fordern wir die Bundesregierung auf, sich für einen "Globalen Ethikrat" einzusetzen.



2. Schule & Bildung


Wir Menschen werden die beschriebenen technologischen Entwicklungen der kommenden Jahre für den gesellschaftlichen Fortschritt nutzen können. Wir leben länger, wir bewegen und ernähren uns gesünder, wir arbeiten produktiver und wir innovieren schneller. Doch die Voraussetzung dafür ist der souveräne Umgang mit den neuen Technologien. Unsere Schulen sind jene zentralen Orte, die für den Kompetenzaufbau unserer Kinder sorgen müssen. Vielfach tun sie es heute nicht. Wir fordern Sie auf, ein gesellschaftliche Diskussion darüber zu beginnen, auf welche Weise und in welchem Umfeld unsere Kinder in zehn Jahren leben werden. Dieses Prognosebild ist die Voraussetzung, um die Qualität der Arbeit unserer Schulen und Lehrer zu bemessen.


Das aktuelle deutsche Schulsystem ist nach wie vor auf die Vermittlung eines einheitlichen Bildungs-/Wissensideals ausgerichtet. Wir fordern Sie auf, die zentralen Ziele des deutschen Schulsystems zu verändern und auf die Entfaltung der schöpferischen Potenziale jedes Kindes auszurichten. Hierfür fordern wir die Aufwertung des gesellschaftlichen Ansehens und der Entlohnung für Erzieher und Pädagogen.


Pädagogen brauchen ein Selbstverständnis als Persönlichkeitsentwickler für alle Bildungsgruppen, an-statt als "Lehrplan-Abarbeiter" zu fungieren.

Noch nie waren die Lebenswelten der aufeinander folgenden Generationen so weit auseinander wie heute. Insbesondere zwischen der Lehrer- und Schülergeneration besteht ein "Verständnisgraben" in technologischer Hinsicht, aber auch hinsichtlich gesellschaftlicher Werte und Ziele. Wir fordern Sie auf, diesen Graben von Seiten der Lehrer zu schließen. Wir fordern eine lebenslange und moderne Lehrerausbildung mit jährlicher Aktualisierung auf neue Technologien.


Wir werden in wenigen Jahren eine Zeit erleben, in der wir ständig von Internetgeräten umgeben sind (Handys, Brillen, Uhren, Tablets, Tapeten, Autos, etc.) und jegliches Faktenwissen immer nur zwei bis drei Klicks entfernt ist. Wir fordern Sie auf, unsere Kinder auf diese Zeit vorzubereiten. Wir fordern freie und kostenlose 'WiFi'-Zugänge in jeder Schule. Entsprechend dem 'BYOD-Trend' (bring your own device) in der Wirtschaft sind die eigenen Geräte den schuleigenen Notebooks vorzuziehen. Soziale Härten sind durch die Bereitstellung moderner Laptops für jedes Schulkind auszugleichen.


Wir fordern ein Subsidiaritätsprinzip in der Bildung. Dies bedeutet aber auch die Aufweichung der alleinigen Zuständigkeit der Bundesländer und eine aktive Rolle der Bundespolitik durch bundesweite Mindeststandards und Förderungen durch den Bund. Wir fordern die Verdoppelung des Bundesbildungsetats und eine zentrale Zielvorgabe: "Jeder Schüler erhält einen Schulabschluss!"

Für den Fall dass die politischen Akteure auf den unterschiedlichen Ebenen ihre Aufgaben in der Schulpolitik nicht erfüllen, fordern wir die Freigabe des privaten Bildungsmarktes für ein Engagement der Wirtschaftsunternehmen, das über ein Sponsoring hinausgeht und bis hin zu unternehmenseigenen Schulen gehen kann.



3. Gesundheit & Prävention


Die Investitionen der Industrie in ein künftiges präventives Gesundheitssystem führen in eine Welt, in der jeder Mensch zu jeder Zeit eine Transparenz über seinen Körperzustand erhalten kann. Elektronische Gesundheitsassistenten werden uns täglich informieren, wenn wir eine Abweichung von einigen Prozent von unserem Normalzustand haben und dass wir dieses oder jenes Nahrungsmittel essen sollen, um diese Abweichung aufzuheben. Die entsprechenden Nahrungsmittel existieren bereits unter den Begriffen "functional food" und "medical food" in großer Breite oder sind in der Entwicklung. Das Gesundheitswesen der Zukunft wird weniger von Ärzten, Apotheken und Krankenversicherungen bestimmt, als von intelligenter Gesundheitssoftware, Supermärkten und Nahrungsmittelkonzernen. Wir fordern Sie auf, ein gesellschaftliches Meinungsbild über die Folgen dieses Wandels herzustellen.

Wir fordern Sie auf, ein neues Präventionssystem einzuführen, mit dem Krankenversicherungsleistungen künftig auch auf präventive medizinische Nahrung Anwendung finden. Ansonsten droht eine Kluft zwischen finanzschwachen Menschen, die sich keine Prävention leisten können und krank werden einerseits und finanzstarken Menschen, die kaum noch krank werden andererseits ? eine Spaltung der Gesellschaft entlang des Gesundheitszustandes.

Wir fordern Sie auf, den Unternehmen das Recht zu geben, ihre Mitarbeiter direkt zur Prävention aufzufordern - gleichzeitig jedoch die gesetzlichen Schutzmechanismen zu verstärken, gegen die Ausgrenzung von Menschen aus dem Arbeitsprozess aufgrund gesundheitlicher oder mentaler Probleme.



4. Demografie & Alter


Die demographische Entwicklung hat eine besondere Dramatik, nicht weil die Menschen älter werden, sondern weil dieser Prozess mit dem Festhalten an den Normal-Biographien anderer Epochen - insbesondere den sozialstaatlichen Verfestigungen des Industriezeitalters - in eine Zerreißprobe getrieben wird, die gesellschaftliche Spaltung und Dysfunktionalität geradezu provoziert. Weder die Lernphase in der Jugend, noch die Vorstellung vom Lebensabend im Alter entsprechen noch den tatsächlichen Lebenswünschen von Menschen und Unternehmen. Wir fordern, den flexibilisierten Lebensentwürfen von Menschen in allen Generationen neue Rahmenbedingungen für eine Lebensplanung mit gewollten Brüchen und eine neue soziale Sicherheit zu geben

Durch die konstante und lineare Steigerung der durchschnittlichen Lebenserwartung seit mehr als 100 Jahren, könnte diese künftig bis 90 Jahre und darüber steigen. Weitergehende Prognosen erwarten zu-dem eine weitere Lebensverlängerung durch die Erfolge von Stammzelltherapien und der Ersatzteilproduktion menschlicher Organe durch kostensparenden, medizinischen '3D'-Druck. Wir fordern die konsequente Investition in diese Zukunftstechnologien. Nur die staatliche Forcierung der Technologie kann verhindern, dass hier die Frage des menschenwürdigen Lebens eine Frage des Geldes und des Zugangs zu neuen Luxusmärkten in der Gesellschaft wird.

Zudem verändert die Verlängerung der Lebenserwartung zugleich unsere Vorstellung vom Alter. Bei der Überführung der Bismarckschen Sozialgesetzgebung in unser heutiges Rentensystem nach dem 2. Welt-

krieg lag die durchschnittliche Lebenserwartung bei 75 Jahren. Die damals richtige Idee des Lebens-ABENDS ist inzwischen historisch überholt! Wir fordern die politisch Verantwortlichen auf, eine gesellschaftliche Diskussion über die Vorstellungen vom Leben im Alter zwischen 60 und 90 herbeizuführen. Menschen zwischen 60 und 90 Jahren werden arbeiten wollen! 30 Jahre Urlaub sind für die meisten langweilig! Wir fordern die Schaffung attraktiver Arbeitsgebiete für ältere Menschen, die radikale Überarbeitung des Rentensystems sowie der Risiko-Lebensabsicherung.


Menschen zwischen 50 und 60 Jahren werden nochmals einen Neustart in Ihrem Leben machen wollen, vergleichbar mit der Phase des Jobbeginns und der Familiengründung. Neustart kann bedeuten: Neuer Job, neues Haus, neue Heimat. Hierfür benötigen sie geeignete private, kapitalbildende Lebensvorsorge-Angebote. Eine wesentliche Kluft zwischen chancenreichen und chancenarmen Menschen im Alter zwischen 60 und 90 verläuft in einigen Jahren entlang der Fähigkeit, das Einfamilienhaus im Grünen verkaufen zu können und sich eine neue Wohnung in urbanen Gebieten leisten zu können oder nicht.



5. Innovation & Entrepreneurship


Die Förderung einer Kultur der Geschäftsmodell-Innovationen ist essentiell für die Zukunftsfähigkeit heutiger Unternehmen und Gesellschaften. In unseren Unternehmen tragen wir dieser Entwicklung Rechnung, indem aktuell die etablierten Innovationsprozesse und R&D-Strukturen um eine weitere Komponente ergänzt werden: Interne Inkubatoren. Auf diese Weise versuchen die Unternehmen, ihre Innovationen als Speedbootprojekte losgelöst von den Trägheiten der großen Organisationssysteme in die Märkte zu bringen. Wir fordern die politisch Verantwortlichen auf, die Etablierung dieser 'Spin-Offs' aus den bestehenden Unternehmen zu unterstützen, Förderantragsverfahren zu erleichtern und Folgeverpflichtungen bei Dokumentationen und Reports zu reduzieren. Wir fordern zudem die Erhöhung der Transparenz bei Fördermitteln sowie den freien Zugang zu öffentlichen Daten ('Open Data').

Wir fordern die politisch Verantwortlichen auf, die staatliche 'StartUp'-Förderung nicht ausschließlich auf Universitäten und Studenten auszurichten. Unsere Erfahrungen zeigen, dass 'Spin-Offs' aus bestehenden Unternehmen sowie Unternehmensgründungen durch einen "Neustart" erfahrener Manager im Alter zwischen etwa 50 und 60 große Erfolge hervorbringen. Dieser "Neustart" der Erfahrenen sollte durch staatliche Förderinitiativen mit staatlichen Mitteln sowie ein Programm zur Förderung von Innovationspartnerschaften gefördert werden.

Wir fordern, den Mut zur Gründung neuer 'Spin-Off'-Unternehmen durch etablierte Manager durch staatliche Regelungen zur Risikosenkung zu fördern. Eine geeignete Maßnahme wäre etwa ein Gründerschutz analog den Mutterschutz-Bestimmungen.


Wir fordern eine Imagekampagne für das Scheitern! Zu einer erfolgreichen Gründerpolitik gehört die gesellschaftliche Akzeptanz des Scheiterns. Eine gesellschaftliche Imagekampagne über "erfolgreiche Scheiterer" sollte Sicherheit und Stolz vermitteln sowie ein neues deutsches Selbstverständnis "Yes we can!" schaffen


Wir fordern die politisch Verantwortlichen auf, zusätzliche Finanzmittel für die Investition in Unternehmensgründungen zu organisieren. Dabei geht es nicht um staatliche Zuschüsse, sondern durch die gezielte Steuerung der Investitionen des privaten Bereichs in 'Private Equity'. Hierzu empfehlen wir Steuererleichterungen für das in Gründungen investierte Kapital sowie die Motivation großer Fondanleger (Versicherungen) zu Investitionen in deutsche 'StartUps'.

Wir fordern die Einrichtung von steuerbefreiten "StartUp-Zonen" in denen neu gegründete Unternehmen "bis zur ersten Million" frei von Gewerbe- und Körperschaftssteuer agieren können.



6. Arbeitsmarkt & Unternehmen


Nach aktuellen Prognosen der Bundesagentur für Arbeit werden im deutschen Arbeitsmarkt des Jahres 2023 bis zu 6,5 Mio. Arbeitskräfte weniger verfügbar sein als heute. Der erreichbare Zugang durch Frauen nach der Mutterschaft liegt im Korridor zwischen 400.000 und 800.000, der erreichbare Zugang durch qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland liegt im Korridor zwischen 400.000 und 900.000. Dieser Zustand der "Vollbeschäftigung" ist eine große Gefahr für deutsche Unternehmen. Wir fordern Sie auf, die eindimensionale Proklamation des gesellschaftlichen Ziels der Vollbeschäftigung zu beenden und statt-dessen eine gesellschaftliche Diskussion über die Herausforderungen der künftigen Beschäftigungszeiten und Beschäftigungsmodelle zu führen.


Trendforscher rechnen mit dem Rückgang des Anteils der Langzeitangestellten bis 2023 auf 30 bis 40% und dem Eintreten einer neuen Gruppe von 30 bis 40% "Projektarbeitern" in die Arbeitswelt. Diese Projektarbeiter werden aus eigenem Wunsch immer wieder das Unternehmen oder auch in die Selbständigkeit wechseln. Sie tun dies, weil diese neuen, hochattraktiven Projektarbeitsverhältnisse ihr Streben nach persönlicher Herausforderung, gesellschaftlichem Sinn und einer Umgebung mit hochqualifizierten Mitarbeitern am besten gewährleisten. Das bisher so wichtige Streben nach Jobsicherheit und linearem Aufstieg nimmt radikal ab. Die neuen Projektarbeiter werden heftig umworbene Mitarbeiter sein. Wir fordern Sie auf, die aktuelle Diffamierung dieser hochattraktiven Beschäftigungsverhältnisse als "prekäre Arbeitsverhältnisse" zu beenden, und das System der sozialen Sicherheit tatsächlich und effektiv zu-kunftsfähig zu machen!


Wir fordern Sie auf, eine gesellschaftliche Diskussion darüber zu starten, auf welche Weise wir Technologie benutzen können, um Geringqualifizierten neue Jobs zu ermöglichen. Wir fordern Sie auf den bisherigen Postulaten zum "Lebenslangen Lernen" nun Taten folgen zu lassen. Ausbildungs- und Studienangebote müssen als lebenslange Programme anstatt einmaliger "Druckbetankung" organisiert werden. In einer "lebenslangen Bildungsreise" ist die permanente Balance von Fähigkeiten und Anforderungen nötig. Dies bedeutet, dass das Beschäftigungsverhältnis minimal aller zehn Jahre durch ein Bildungssemester unterbrochen werden müssen. Wir fordern Sie auf, die rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen dafür zu schaffen.

Selbstverständlich ist die Abschaffung des Ungleichgewichts zwischen Frauen und Männern in Arbeitsbereichen und Führungsebenen ein wichtiges gesellschaftliches Ziel. Allerdings sehen wir in der aktuellen Frauenförderung nur wenig, was diesem Ziel dienen könnte, ebenso wenig wie eine Frauenförderung den demografischen Engpass vollständig beheben könnte. Wir fordern Sie auf, flächendeckend flexible Arbeitszeitmodelle für Männer und Frauen (Lebensarbeitszeit) einzuführen, die Mitnahme von Firmenrenten von einem Unternehmen zum anderen zu flexibilisieren und die gesellschaftliche Anerkennung sowie Bezahlbarkeit von Servicedienstleistungen zur Kinderbetreuung und Haushaltshilfen zu stärken.



7. Justiz & Recht


Die Auswirkungen der Digitalisierung unserer Gesellschaft werden das Rechtssystem verändern. Die ungebremste Digitalisierung führt zu einer radikalen Transparenz auf allen Ebenen, im Privaten, in Unternehmen, in Staat und Gesellschaft. Künftig werden elektronische Geräte nicht nur Daten verarbeiten, sondern zugleich menschliche Emotionen sowie Gedanken erkennen. Entsprechende Technologien sind bereits in den Laboren vorhanden. Wir fordern Sie auf, eine gesellschaftliche Diskussion darüber zu herbeizuführen, welche Grenzen die Transparenz haben muss. An welcher Stelle ist die größtmögliche Transparenz angebracht, an welcher Stelle soll es Geheimnisse und Anonymität geben? Diese Grenzen gilt es sowohl für die Privatsphäre von Menschen, als auch für die Wirtschaft und den Staat festzulegen.


Wir fordern Sie auf, die umfassende Datenanalyse-Technologie in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen. 'Big-Data'-Technologien können missbraucht werden, aber eben auch zur Identifikation und Aufklärung von Verstößen gegen Menschenrechte genutzt werden, wenn ihre Ergebnisse transparent und öffentlich gemacht werden.


Wir fordern eine umfassende Obsoleszenz-Prüfung aller deutschen Gesetze in der kommenden Legislaturperiode. Es soll jedes Gesetz überprüft und auf seine Notwendigkeit bewertet werden. Ziel ist die Abschaffung aller überkommenen Gesetze. Jegliche neuen Gesetze sollen mit Verfalls- oder Prüfungsdatum versehen werden.


Wir fordern eine Modernisierung der Strafmoral in der deutschen Gesetzgebung. Die Relation der Strafmaße zueinander ist in der Masse über einhundert Jahre alt. Wir fordern Sie auf, die Strafmaße aller Straftatbestände miteinander zu vergleichen und an den heutigen Wertekatalog der Gesellschaft anzupassen. Wir fordern Sie auf, hierzu einen gesellschaftlichen Konsens über den modernen Kanon der Strafmaße herzustellen.



8. Governance & Aufgaben des Staates


Die Hauptaufgabe des Staates muss auch in der Zukunft die Gewährleistung der chancengleichen Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für alle Bürger sein. Hierfür sind insbesondere der Zugang und die Nutzungsmöglichkeit der Infrastruktur des Breitbandinternets wesentlich. Wir fordern Sie auf, die staatliche Daseinsvorsorge im digitalen Zeitalter entsprechend anzupassen.


Damit einher geht ein Bewusstseinswandel in Politik und Verwaltung. Eine moderne Politik versteht sich als Serviceprovider und Moderator, der überparteiliche Probleme parteiübergreifend angeht und alle an den Problemen beteiligten Akteure einbezieht Ein solcherart ergebnisorientiertes, unterstützendes Arbeiten prägt die Führungskompetenzen der Zukunft in Unternehmen und in der Politik. Vor diesem Hintergrund fordern wir Sie auf, sich nicht nur als Vor- und Versorger sondern explizit als Förderer und Evaluationsinstanz für eine zukunftsorientierte Wirtschaft zu verstehen.


Zugleich fordern wir Sie auf, die Reform der föderalen Strukturen umsetzen und die Verwaltung zu modernisieren. Insbesondere der Abbau von Arbeitskräften in den Behörden darf in Zeiten tiefgreifender demografischer Probleme am Arbeitsmarkt kein Tabu mehr sein!


Wir fordern Sie auf, die Reform des deutschen Bildungswesens, von der KITA über die Schule und Universität bis hin zur Erwachsenenbildung als Hauptaufgabe der Politik zu verstehen.


Wolfsburg, den 19. Juni 2013


Die Unterzeichner:


Prof. Lothar Abicht, Geschäftsführer, Halle/Saale

Daniel Baar, Geschäftsführer, Köln

Dr. Stefan Biel, Senior Manager, Hamburg

Dagmar Eisenbach, Aufsichtsrätin, Böblingen

Marco Fischer, Geschäftsführer, Wiesbaden

Thomas Garbe, Director, München

Michael Gerards, Darmstadt

Tim Gotthardt, Projektleiter, Ingolstadt

Sven Gábor Jánszky, Direktor, Leipzig

Stefan Jenzowsky, Berlin

Gerhard Kamil, CEO, Freising

Bernd Kunkel, Gründer, Wiesbaden

Dirk Lehner, Abteilungsleiter, München

Thomas Leibe, SCEO, Hartha

Cindy Lutz, Geschäftsführerin, Wolfsburg

Tobias Mecke, Geschäftsführer, Braunschweig

Dr. Ole Mensching, Geschäftsführer, Hamburg

Harald Meurer, Geschäftsführer, Alfter (bei Bonn)

Dr. Dag Piper, Design Thinker, Höxter

Reinhard B. Pommerel, geschäftsführender Gesellschafter, Berne

Dirk Primbs, Manager Breadth Evangelism, München

Steffen Ryssel, Geschäftsführer, Bannewitz

Dr. Errit Schlossberger, Geschäftsführer, München

Jürgen Schoolmann, CIO, Berli

Dr. Claudia Schreiner, Programmchefin, Leipzig

Dr. Ingo Schrewe, Managing Director, Ilmenau

Olaf Stepputat, CEO, Erfurt

Frank Terstiege, Geschäftsführer, Jestebur

Nico Thiemer, Geschäftsführer, Dresden

Georgia Tornow, Geschäftsführerin, Berlin

Dean Ciric, Student, Göttingen

Simone Hofmann, Geschäftsführerin, Berlin

Jürgen Wiese, Subjectivist, Jade

Matthias Kunsch, Geschäftsführer, Leipzig

Dr. Norbert Pilz, Geschäftsführer, Augsburg

Manfred Wehrhahn, Geschäftsführer, Radar Music

Jessica Tittel, Gerontologin und Projektmanagerin, Leipzig

Rodion Amin, Marketing Communication, Meerbusch

Thomas Klug, Geschäftsführender Partner, Ober-Mörlen

Wolfgang Rensky, Director Business Development, Mainz

Torsten Oertel, Geschäftsführer, Leipzig

Volker Maiborn, Geschäftsführer, München

Joachim Maurice Mielert, geschäftsführender Gesellschafter, Heide

Jan de Meer, Geschäftsführer, Berlin

Rudolf Sommer, Leiter, Biberach

Jochen Wienke, Projektleiter, Meckesheim

Gert Marks, CIO, Buchloe

Walter Braun, Geschäftsführer, Heiligenhaus

Hans G. Ahrens, Autor und Regisseur, Laatzen

Annemarie Sämel, Bezirkssekretärin, Hannover

Jean Pütz, Wissenschaftsjournalist, Köln

Johanna Diewock-Drucks, Dozentin, Berlin

Hardy Krause, CVO, Berlin

André Tierling, Marketingleiter, Hamburg

Ute Fritzsch, Consultant, Jena

Gerhard, Hellmaier, Unternehmer, Bockhorn

Stefan Rietze, Direktor, Hamburg

Markus Hornig, Marketingleiter, Rehau

André Winzer, Geschäftsführer, Berlin

Jan Lehniger, Rechtsanwalt, Berlin

Mario Sander, Geschäftsführer, Essen

Thomas Uchtmann, Direktor, Rüsfort

Manuel Walch, Innovationsmanager, Coburg

Melanie Vogel, Geschäftsführerin, Bonn


2b AHEAD ThinkTank GmbH
Gerichtsweg 28
04103 Leipzig





 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
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